Leserbrief zum Artikel der SZ „Natürlich macht das kein Mensch freiwillig.“ (Ronen Steinke,16.11.2025)

Es gibt Zeitungsartikel, die sind schlecht recherchiert und es gibt solche, in denen gar nichts stimmt. Der Beitrag von Ronen Steinke in der SZ vom 15/16.11.25 gehört dazu. Prostitution nicht in die Illegalität drängen? Da ist sie heute schon weitgehend, wie Ermittler in dem Bereich bestätigen werden. Aber sie ist hinter der Fassade der Pseudo-Legalität verborgen und hinter der Omerta der Organisierten Kriminalität. Der Gesetzgeber geht dessen ungeachtet vom Leitbild der selbständigen Unternehmerin aus. Das reale Leid-Bild nimmt er nicht als Regelfall wahr, sondern als Kollateralschaden hin. (Berufsunfall?) Seiner Schutzpflicht nach dem GG (körperliche Unversehrtheit, Leben) kommt er nicht nach.

Tatsächlich geht es in der Prostitution oft um Zwang, Schuldknechtschaft oder wenigstens Scheinselbständigkeit. Eine Krankenversicherung ist im unteren und mittleren Preissegment so gut wie unbekannt. Wer will schon investieren in eine „Ware“, die leicht zu ersetzen ist? Halb tot werden immer wieder Frauen den Beratungsstellen vor die Tür gelegt – oder auch mal mit einer Steinplatte in der Weser versenkt. (googeln: Andrea K.)

Naivität, Gleichgültigkeit und ideologische Verblendung sind die Mütter des Prostitutionsgesetzes von 2002. Das war Selbstbetrug und ist immer noch Betrug am Wähler. „Dieses Scheiß-Gesetz, dem wir zum Abschied ( aus dem Bundestag 2002) noch zugestimmt haben“, meint eine ehemalige Abgeordnete der SPD heute mit bitterer Reue.

Die Protagonistinnen von den Grünen wollen nichts mehr hören von dem „alten Gesetz“ (Spiegel, 2023, Heft 26, Langhans). Steinke hingegen lebt offenbar noch in der Verdi-Phantasiewelt, wenn er ernsthaft von „Arbeitsbedingungen“ spricht, die nicht funktionieren können, weil es offiziell kein Weisungsrecht in Hinblick auf den Körper der Frau geben kann.

Tatsächlich tragen Frauen in Berlin und anderswo, auch in Bordellen, die nach polizeilichen Maßstäben als „clean“ gelten, großflächig den Namen ihres Besitzers als Tattoo. Zudem stehen viele Frauen quasi 24/7 zur Verfügung, denn eine Unterkunft außerhalb des Bordells haben nur wenige. Ohne die Referenz zu nennen, übernimmt Steinke dem Anschein nach die Einschätzung von Prof. Dr. Dr. Brettl, der im Rahmen der Evaluation des Prostituiertenschutzgesetzes ein Gutachten zur „Freiwilligkeit“ verfasst hatte, in dem er die Kettensäge an die Menschenrechte angelegt hat. Freiwillig ist demzufolge alles, gegen das man sich eh nicht wehren kann. Eine libertäre Weltordnung, in der das Recht des Stärkeren auch Verfügungsgewalt über Körper bedeutet, mithin eine Welt der Männerrechte und Sexsklaverei wird hier legitimiert. AGGB hat die Präsentation der Evaluation am 1.9.2025 in Göttingen besucht und dokumentiert: www.aggbayern.de unter Stellungnahmen, Gegenevaluation

Silvia Reckermann

Aktionsgruppe Gleichstellung Bayern

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FAM unterstützt die Aktion: Grundgesetz schützen

Artikel 3 des Grundgesetzes soll verwässert werden

Die Dialogplattform „Was ist eine Frau?“ startet unter dem Titel:

„Grundgesetz schützen – Recht klar definieren“

Eine bundesweite Kampagne gegen die geplante Aufnahme des Begriffs ,sexuelle Identität“ in Artikel 3 des Grundgesetzes. Ziel ist es, den verfassungsrechtlich bewährten Begriff „Geschlecht“ zu erhalten – und damit den rechtlichen Schutz für Frauen, Mädchen und homosexuelle Menschen nicht zu gefährden, denn „Sexuelle Identität“ ist kein klar definierter Rechtsbegriff.

Grundgesetz schützen“ richtet sich an Bürger, Fachleute und Politiker. Die Website bündelt Argumente, Artikel, Faktenchecks, Stimmen aus der Gesellschaft – sowie eine Petition und einen offenen Brief an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags. Der Menüpunkt „Mitmachen“ bietet die Möglichkeit sich auf einfach Weise zu beteiligen.

Wir von FAM unterstützen diese Online Aktion aus fester Überzeugung. Es ist von elementarer Bedeutung für jede Frau und  jedes Mädchen Geschlecht nicht durch den schwammigen und eigentlich sinnlosen Begriff „sexuelle Identität“ zu ersetzen.

Das Grundgesetzt gilt schon heute für alle Menschen.

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Leserbrief zum Artikel des Münchner Merkur „Was bleibt von Bach?“ (SPORT vom 18.3.25)

Ein Segen, dass Thomas Bach demnächst seinen Hut nehmen muss.

Er hat es zu verantworten, dass beim 800 m Finale der Frauen bei den Olympischen Spielen in Rio 2016 drei Männer antreten durften, die ganz zufällig Gold, Silber und Bronze gewannen. Er hat es auch zu verantworten, dass die eigentlichen  Siegerinnen Melissa Bishop, Joanna Jóźwik und Lynsey Sharp um olympische Medaillen, Preisgelder und Sponsorenverträge in Millionenhöhe betrogen wurden. Nichts hat sich unter seiner Führung nach Rio geändert. Im Gegenteil. 2024 stiegen bei den Olympischen Spielen in Paris u.a. zwei Männer in der Frauenkategorie in den Ring. Einer im Weltergewicht und einer im Federgewicht. Beide waren im Vorfeld aufgrund der in CAS-akkreditierten Laboren eindeutig festgestellten männlichen Chromosomen bereits für Frauenwettkämpfe gesperrt worden. Bach ließ sie antreten, trotz der unmittelbaren Gefahr für Leib und Leben der weiblichen Athleten. Ein einfacher nicht invasiver Wangenabstrich hätte für eine unkomplizierte, schnelle und endgültige Klärung des Sachverhalts gereicht. Bach wusste das zu verhindern.

Immerhin hat mit Lord Sebastian Coe ein aussichtsreicher Kandidat für das Amt des IOC Präsidenten versprochen, die Frauenkategorie wieder exklusiv für weibliche Athleten zugänglich zu machen. Niemand, der etwas auf Fairness und Chancengleichheit gibt, wird Bach vermissen.

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DACH gegen Judenhass

Antisemitismus geht uns alle an!

 

Hunderte von Organisationen schließen sich zusammen um aktiv gegen Antisemitismus in Europa vorzugehen.

Die Forderungen und Ziele

  • ​Sofortige Freilassung aller Geiseln
  • Klare Haltung und wirkungsvolle Maßnahmen gegen Antisemitismus in Europa

Heute wurde der Fünf-Punkte-Plan gegen Antisemitismus vorgestellt – getragen von über 200 Organisationen und Persönlichkeiten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Jede Stimme zählt: :

👉 Damit der Plan in die Parlamente nach Berlin, Wien und Bern kommt, brauchen wir mindestens 30.000 Unterschriften – und gemeinsam schaffen wir noch viel mehr!

Hier direkt unterschreiben:  https://chng.it/tMkKG2tQsV

Kommt, wenn möglich, zur großen Kundgebung am 5. Oktober, 16 Uhr, am Königsplatz in München. Gemeinsam setzen wir ein sichtbares Zeichen.

Gemeinsam zeigen wir Haltung – gegen jeden Antisemitismus.

Nie wieder ist JETZT!

 

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Leserbrief zum Artikel der SZ „Frauenfeindinnen“ (Veronika Wulf, 28.1.2022)

Kontextinformation:

Die „Initiative Geschlecht zählt“ reichte Wahleinspruch gegen die Bundestagswahl 2021 ein, weil Markus
Ganserer, biologisch ein Mann ist und rechtlich erst zu einem späteren Zeitpunkt 2024 in den Personenstand „weiblich“ wechselte. Ganserer nahm auf der Liste der Grünen Bayern einen Frauenplatz ein und wurde vom Bundestag fälschlicherweise als Frau statistisch erfasst.

Veronika Wulf sieht hierin eine persönliche Attacke auf Ganserer und kommentiert die Initiative mache Zitat: „sich gemein mit gesellschaftlichen und politischen Kräften, die Frauen unterdrücken. Die Diskriminierung und Herabwürdigung von Transfrauen hilft keiner Frau. Sie ist einfach nur: frauenfeindlich. Feministinnen, die da mitmachen, sind vor allem patriarchal.“

Der unveröffentlichte Leserbrief:

Ihr Kommentar „Patriarchal“ ist ziemlich banal.

Minderheiten verdienen unseren Schutz. Ein transidenter Mann ist per se keine Voyeur oder Sexualtäter. Das hat auch niemand behauptet!

Hier geht es aber darum, Mädchen und Frauen – darunter natürlich auch traumatisierte, migrantische und ältere Frauen, vor Personen zu schützen, die sich als trans ausgeben, es aber nicht sind.

Wie gedenken Sie denn Mädchen und Frauen vor dem Missbrauch (des Gesetzes) zu schützen?

Ihr Kommentar wirkt, als hätten Sie noch nie über den deutschen Tellerrand geschaut.

Hier zwei Beispiele aus der internationalen Presse, um die Problematik zu verdeutlichen:

https://wsvn.com/news/us-world/transgender-wyoming-woman-convicted-of-sexually-assaulting-10-year-old-girl/

https://metro.co.uk/2019/03/16/transgender-woman-18-sexually-assaulted-girl-10-morrisons-toilet-8914577/

Mit freundlichen Grüßen

(Name FAM bekannt)

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Auf eine persönliche Antwort von Frau Wulf folgte ein erneuter Leserbrief:

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Vielen Dank, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, mir zu antworten! Angesichts der zahlreichen Leserbriefe weiß ich das sehr zu schätzen.

Vor ca. 100 Jahren gab es noch keine getrennten Toiletten. Die wurden u.a. eingeführt, weil es Übergriffe seitens einiger, natürlich nicht aller (!) Männern gegeben hat.

Sehen Sie getrennte Toiletten als Benachteiligung?

Ist das Männern gegenüber diskriminierend?

Ich möchte nicht, dass sich ein biologischer Mann vor einem Kind oder vor einer (traumatisierten) Frau auszieht – ist das so schwer zu verstehen?

Haben Sie sich einmal überlegt, warum es die umgekehrte Diskussion mit Transmännern gar nicht gibt? Was könnten die Gründe dafür sein?

Mit feministischen Grüßen

(Name FAM bekannt)

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